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Carsten Hartwig
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Widerrufsrecht gilt auch bei Maklerverträgen!

Seit dem 13. Juni 2014 gelten umfassende Neuregelungen im Verbraucherrecht, die sich auch auf das Maklerrecht auswirken. Sie sind auf der Suche nach einer neuen Immobilie? Dann erwarten Sie seit Sommer dieses Jahres einige Überraschungen, wenn Ihnen die Immobilie durch einen Makler (Vermittler) angeboten wird. Hintergrund sind neue Vorschriften für den Makler bzw. Rechte der Interessenten bei Abschluss eines Maklervertrages.

Wussten Sie, wann durch Nutzung des Internets ein Vertrag zustande kommt?

Die Vielzahl von Immobilien-Suchenden nutzt heutzutage fast ausschließlich das Internet und hier insbesondere die bekannten Plattformen wie Immonet oder Immobilienscout, um passende Wohnungen oder Eigenheime zu finden. An dieser Stelle greift nun die Umsetzung der EU-Richtlinie über sogenannte Fernabsatzverträge. Mit dem Download des Exposees bzw. mit der Anforderung der Zusendung eines Exposees ist bereits ein Maklervertrag zustande gekommen. Das ist für beide Vertragsparteien Neuland. Als Kunde kennen Sie zu allermeist den Makler nicht, können sich von der Qualität seiner Dienstleistung nicht überzeugen. Aus diesem Grund hat der Gesetzgeber die Rechte der Interessenten dahingehend gestärkt, dass auch hier das bekannte Widerrufsrecht mit einer Frist von 14 Tagen zum Tragen kommt. Die gleichen Folgen entstehen, wenn Sie beispielsweise telefonisch oder direkt per E-Mail ein Exposee vom Makler abfordern.

Informations- und Belehrungspflichten

Neu ist ebenfalls, dass der Makler seine Kunden über das Widerrufsrecht ausführlich informieren muss. Dieses ist den Nutzern von Onlineshops bereits bestens vertraut. Interessant ist auch, dass bei einer fehlerhaften oder nicht vorhandenen Belehrung, das Widerrufsrecht sich auf eine Frist von 12 Monaten und 14 Tage verlängert. Der Makler verliert seinen Provisionsanspruch, wenn der Kunde fristgerecht den Vertrag widerruft.

Wie reagieren die Makler auf diese neue Situation?

Die Makler werden in der Praxis von Ihnen eine Unterschrift unter der Widerrufsbelehrung und unter einer sogenannten Erklärung zum Werteersatz fordern, die dem Makler die Provision für seine Dienstleistung auch dann sichert, wenn ein Widerspruch seitens des Kunden erfolgt. Damit kann der Makler vor Ablauf der 14-tägigen Widerrufsfrist mit seiner Dienstleistung beginnen. Natürlich wird die Maklerprovision nur im Erfolgsfall fällig, also nur, wenn ein notarieller Kaufvertrag geschlossen wurde.

Geldwäschegesetz greift auch bei Immobilienkäufen

Doch damit nicht genug. Seit 15. Juli 2014 ist auch das neue Geldwäschegesetz (GwG) in Kraft getreten. Der Makler ist danach verpflichtet, schon bei Zustandekommen des Maklervertrages die Identität seiner Kunden genauestens festzustellen, zu dokumentieren und im Anschluss zu archivieren. Beim Entstehen des Vertrages durch eine Internet-Kontaktaufnahme wird das natürlich in der Praxis sehr schwierig. Wundern Sie sich also nicht, dass Sie schon bei der Besichtigung Ihrer Traumimmobilie nach Ihrem Ausweis oder Reisepass gefragt werden. Auch die Vorlage bzw. Abgabe von Kopien der entsprechenden Dokumente kann von Ihnen verlangt werden.